Sei im Pool mein Krokodil

    von Bernd Spehling


   

Inhaltsangabe:


Wenn sich diesmal der Vorhang öffnet, sollten Sie nicht vorschnell mit einer Machoverherrlichung rechnen. –

Auch wenn unser tragischer Held dieser ebenso lustigen wie turbulenten Komödie zumindest zu Beginn noch eine solche verkörpert, für ihn endet diese Geschichte anders!

Und so darf sich das Publikum sowohl auf die Platzierung seiner markigen Lebensweisheiten, als auch auf die lustigen Spätfolgen des Macho-Daseins freuen.

Denn diese beginnen, nachdem seiner bislang als bessere Haushaltshilfe genutzten und sichtlich ausgebrannten Frau Stella inzwischen sogar ärztlich dringende Erholung verordnet wird. Man(n) begibt sich deshalb also nach vierzehn Ehejahren schnell auf einen ersten gemeinsamen Urlaub in das All-Inklusive-Hotel „Blue Sirenis“. – Und der bekommt Stella besser, als Viktor recht ist! Ja, ihre beachtliche Verwandlung inmitten schicker Boutiquen und Kosmetikstudios erregt hier auch die Aufmerksamkeit des letzten Urlaubers.


Und schon bald gesellen sich im „Blue Sirenis“ ein Pärchen „in froher Erwartung“, ein gehandicapter Playboy und ein dagegen unter Frauen bislang eher leidender Fitness-Urlauber dazu. Und es werden immer mehr! Zu Viktors Entsetzen werden schließlich auch noch

Werbestrategen ausgerechnet auf „seine“ Stella aufmerksam.


Und es wäre keine Spehling-Komödie, wenn sich nicht auch diesmal Lachen mit Mitleid mischt. Freuen Sie sich also auch auf Viktors Zusammentreffen mit der überzeugten Feministin Frauke und eine lustige Urlaubskatastrophe, die schon morgen den nächsten

Macho unter uns treffen kann…

Dem Macho den Zahn gezogen


Schnuttenbach Auf dem Heuboden in Schnuttenbach ist keiner der 92 Plätze mehr frei. Dort spielte die Heubodenbühne am vergangenen Freitagabend zum 16. Mal das Stück "Sei im Pool mein Krokodil!". Und auch Heidi Leitner muss immer wieder spontan lachen. "Ich bin bereits zum dritten Mal bei dieser Aufführung. Das Stück ist so nett", sagt die Gundelfingerin.



 














Die Lachmuskeln strapaziert und gleichzeitig für einen guten Zweck gespielt: Die Schnuttenbacher Heubodenbühne übergab jetzt eine Spende von 1050 Euro an die Kartei der Not. Auf dem Foto von links: Erwin Seibold, Theaterleiter Otto Schmid, Petra Hänsch, GZ-Redaktionsleiter Berthold Veh, Stefan Walter, Simon Schmid, Judith Hirth, Max Schmid, Theresa Kuhn, Klaus Görz, Karin Schmid, Monika Makowczynski, Gottfried Süß und Sabine Hankl. Foto: Heubodenbühne

Foto: Heubodenbühne

In der turbulenten Geschichte machen der Macho Viktor Porth, den Klaus Görz umwerfend spielt, und seine Frau Stella Porth (Sabine Hankl) eine heftige Wandlung durch. Die Urlauberin im All-Inklusive-Hotel "Blue Sirenis" legt ihr Mauerblümchen-Dasein ab und der Ehemann gibt am Ende seine starken Sprüche auf. Eine Kostprobe: "Frauen sind wie schlechte Krawatten, die suchst du in einem schlechten Licht aus, und dann hast du sie am Hals hängen."


Das Publikum spendete jedenfalls frenetischen Applaus und unterstützte mit dem Theaterbesuch überdies einen guten Zweck. Denn durch die letzten sieben von insgesamt 17 Aufführungen seit Herbst 2009 kamen 1050 Euro für die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, zusammen


Theaterleiter Otto Schmid holte am Freitag GZ-Redaktionsleiter Berthold Veh zur symbolischen Spendenübergabe auf die Bühne. Veh dankte den Schauspielern der Heubodenbühne für ihren Einsatz zugunsten von Menschen in der Region, die unverschuldet in Not geraten sind.


Die Heubodenbühne wurde 1998 zur 700-Jahrfeier Schnuttenbachs hergerichtet. Seitdem wird im umgebauten Heuboden des Stadels, der Otto Schmid gehört, Theater gespielt. Im Vorjahr waren alle zehn Vorstellungen ausverkauft. Deshalb hat sich das Ensemble entschlossen, heuer sieben weitere "Krokodil"-Termine dranzuhängen. "Es macht einen Riesenspaß, das ist das Wichtigste", sagt Schmid. Man darf schon gespannt sein, welches Stück die Heubodenbühne im kommenden Jahr aus dem Hut zaubert. (bv)

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